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Unsere Nachhaltigkeitsstrategie DMK 2020

Unternehmerisches Handeln im Einklang mit Mensch und Natur ist für die DMK Group ein zentrales Anliegen. Deswegen haben wir 2013 unsere umfassende Strategie „DMK 2020“ veröffentlicht: Das ambitionierte Nachhaltigkeitsprogramm umfasste fünf Bereiche mit 20 Aktionsfeldern und insgesamt 60 Zielen.

Bis zum Jahr 2017/18 konnten wir 25 der von uns gesetzten Ziele erreichen. Deswegen haben wir die Strategie noch einmal grundlegend überarbeitet und ausgeweitet. Wichtige Themen wie Tierwohl und Klimaschutz rückten dabei stärker in den Fokus. Heute umfasst unsere Nachhaltigkeitsstrategie 5 Bereiche mit insgesamt 10 Themen und klaren Zielvorgaben.

Landwirtschaft

Rund 7.000 Landwirte liefern den Rohstoff für unsere Produkte. Unser Anspruch ist, das Wohlbefinden der Kühe zu erhöhen und gleichzeitig ihre Umwelteinwirkungen zu senken. Beides gelingt durch tiergerechte Haltungsbedingungen, konsequentes Gesundheitsmanagement, verantwortungsvollen Futteranbau und bedarfsgerechte Fütterung.

Aus diesem Grund haben wir das Milkmaster-Programm gegründet. Es unterstützt die Milcherzeuger bei der Umsetzung der anspruchsvollen Aufgabe, unternehmerischen Erfolg und Nachhaltigkeit auch in Zukunft zu verbinden.

Aktionsfeld: Tierwohl

DMK verfolgt einen umfassenden Ansatz zu Tierwohl und Umweltschutz: Kuhkomfort, Tiergesundheit, Futteranbau und Fütterung sowie Milchqualität sind im Milkmaster-Programm integriert und werden seit 2015 anhand von 148 Kennzahlen jährlich für alle Milcherzeuger überprüft, darunter beispielsweise die Haltungssysteme. 

Nur zufriedene Kühe liefern hochwertige Milch. Wie wohl sich eine Kuh fühlt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem Bewegung und Auslauf, der Platz im Stall, die Ruhebereiche, insbesondere spezielle für kranke und kalbende Kühe, das Stallklima und die Verwendung von Kuhbürsten.  Die Milcherzeuger sorgen durch verschiedene  Maßnahmen, die in unser Milkmaster-Programm eingebunden sind, für das Wohlbefinden der Kühe. Moderne Ställe bieten Kühen umfassenden Kuhkomfort.

Die Gesundheit der Kühe ist die Grundlage einer verantwortungsvollen Milcherzeugung. Sie beeinflusst die Qualität und Sicherheit der Milch und damit der Lebensmittel. Amtstierärzte führen bei allen deutschen Milcherzeugerbetrieben die gesetzlich vorgeschriebenen Stichprobenuntersuchungen durch. Das Tiergesundheitsmanagement auf den Höfen findet mit modernen Messmethoden und regelmäßiger externer Betreuung statt. Auch Themen wie der ordnungsgemäße Einsatz von Antibiotika werden einbezogen. Alle diese Aspekte sind in unserem Milkmaster-Programm verankert. DMK arbeitet mit Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen, um die Tiergesundheit weiter zu verbessern. 

Aktionsfeld: Klimaschutz

Der Klimaschutz spielt für Stakeholder eine große Rolle – hier ist DMK engagiert, die Ökobilanz in der Milcherzeugung zu verbessern. In den vergangenen Jahren hat DMK mehrere Ökobilanzen für die landwirtschaftliche Erzeugung ermittelt und hat somit belastbare Daten für die Auswirkungen und die wesentlichen Zusammenhänge vorliegen. DMK legt auf die Milcherzeugung ein besonderes Augenmerk, denn diese macht etwa 70 Prozent des ökologischen Fußabdrucks der Milchprodukte aus. Einflussfaktoren sind zum Beispiel die Art der eingesetzten Futtermittel, die Düngemittelausbringung und die Milchleistung. Die ökologischen Wirkungen des Weidegangs sind hingegen noch nicht konsequent bestätigt. Denn in bestimmten Regionen ist der Weidegang förderlich, in anderen weniger. Auf vielen Höfen ist praktischer Umweltschutz etabliert. Jeder zweite Betrieb erzeugte im Jahr 2017 selbst erneuerbare Energien. Ein Großteil hat Photovoltaikanlagen installiert, den größten Anteil an der Erzeugung leisten Biogasanlagen. Energiesparende Maßnahmen beim Melken und Kühlen der Rohmilch wie etwa Platten- und Rohrkühler oder Wärmerückgewinnung sind für zahlreiche Milcherzeuger eine Selbstverständlichkeit.

DMK wird sich künftig noch stärker für Klimaschutz auf den Höfen einsetzen. Ein Ansatz wird in der Zukunft beispielsweise sein, den Austausch von Best Practice unter den Landwirten zu stärken – Stichwort „von den Besten lernen“.

Fokusthema: Unser Milkmaster-Programm

Milkmaster ist das Umsetzungsprogramm von DMK 2020 für die Milcherzeuger, mit dem DMK Standards für mehr Nachhaltigkeit in den landwirtschaftlichen Arbeits- und Produktionsmethoden der Milchwirtschaft setzt. Die DMK-Milcherzeuger waren eng in die Entwicklung und Verabschiedung des Programms einbezogen, das 2014 an den Start ging und mit seiner Integration in die Milchlieferordnung seit Jahresbeginn 2016 für alle Milcherzeuger verbindlich ist.

Der Kern des Milkmaster-Programms liegt in der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Betriebe zu Themen rund um Tierwohl, Naturschutz und Qualität. Ein Produktionskodex sichert die einheitliche Ausrichtung zu Themen wie Fütterung, Tierhaltung, Tiergesundheit, Kälber- und Jungtieraufzucht oder Milchlagerung. Viele der für Kunden und Öffentlichkeit relevanten Themen sind im Milkmaster-Programm adressiert.

Fokusthema: Tiergerechte Haltung

Die fachgerechte Laufstallhaltung erfüllt unsere hohen Anforderungen an Tierwohl, Tiergesundheit und optimale Futterbedingungen. Moderne Boxenlaufställe bieten Platz für Bewegung sowie Ruhe- und Liegemöglichkeiten, ausgelegt mit Stroh oder Matten. Der Stall bietet den Kühen, deren Wohlfühltemperatur bei ca. 15°C Außentemperatur liegt, passende Bedingungen und gibt gute Möglichkeiten zur Tierbeobachtung oder individuellen Zufütterung, z.B. trächtiger Tiere.

Die Haltungsbedingungen sind im Milkmaster-Programm klar positioniert. Begrüßt wird die Kombination aus Laufstallsystemen mit Weidegang für alle Tiere (Milchkühe und Rinder), wenn die betrieblichen Rahmenbedingungen dies zulassen. Als Genossenschaft, die durch die Vielfalt der Regionen und Betriebe mit heterogenen Standortbedingungen unter einem Dach geprägt ist, sehen wir darin einen fairen Ausgleich zwischen Tierwohl und den betrieblichen Rahmenbedingungen.

Umwelt

An über 20 Standorten verarbeiten wir den Rohstoff Milch zu erstklassigen Produkten. Doch dafür braucht es wertvolle Ressourcen, mit denen wir möglichst schonend umgehen wollen.

Um die Umweltbilanz an allen Standorten weiter zu verbessern und in Zukunft noch nachhaltiger zu produzieren, haben wir im Bereich Umwelt die zwei wichtigen Aktionsfelder "Energie" und "Wasser" definiert. DMK ist an 26 Standorten nach dem Umweltmanagement DIN EN ISO 14001 zertifiziert und berichtet verschiedene Umweltkennzahlen.

Aktionsfeld: Energie

Die Milchverarbeitung erfordert Energie – etwa für die Trocknung bei der Herstellung von Milchpulver, die Homogenisierung und das Pasteurisieren, die Säuberung von Anlagen oder die Kühlung der Produkte. Unser Ziel ist, die Energieeffizienz weiter zu verbessern und Mitarbeiter für einen verantwortlichen Umgang mit Energie zu sensibilisieren. Alle Standorte verfügen mit der Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 über ein funktionierendes Energiemanagementsystem. Die 2013 veröffentlichten Umwelt- und Energie-Regeln und wiederkehrend durchgeführten Schulungen zum Energiesparen geben den Mitarbeitern Orientierung.

Aktionsfeld: Wasser

Bei der Herstellung von Milchprodukten wird Wasser zum Kühlen, Reinigen und Verarbeiten benötigt. Im Rahmen von DMK 2020 haben wir uns zum Ziel gesetzt, den Frischwasserverbrauch bis 2020 um 5 Prozent gegenüber 2015 zu senken. DMK hat beim Thema Wasser bereits eine sehr gute Position erreicht: Im Vergleich zu anderen deutschen Molkereien unterschreitet DMK mit einem spezifischen Wasserverbrauch von durchschnittlich 1,09 l/kg den deutschlandweiten Durchschnitt von 2,05 l/kg gemäß der aktuellen "MIV-Umfrage Wasser/Abwasser 2017" deutlich.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt darauf, die Abwasserbelastung so gering wie möglich zu halten. Ein Beispiel ist die strukturierte Bearbeitung des Themas Cleaning in Place-Reinigungsanlagen (CIP), die unternehmensweit zu den größten Wasserverbrauchern gehören. Die Abwasservorbehandlungsanlagen werden an den Stand der Technik angepasst und die Abwasserbehandlungskapazitäten ausgebaut.

Fokusthema: Produktintegrierter Umweltschutz bei der DMK Group

Produktintegrierter Umweltschutz (PIUS) ist vorsorgender Umweltschutz. Hierdurch wird die Umweltbelastung schon an der Quelle vermieden.

PIUS minimiert Umweltwirkungen über Produktionsprozesse hinweg und umfasst u.a. Projekte zur Wärmerückgewinnung sowie zur Vermeidung von Produktverlusten über das Abwasser.

PIUS wurde auch von den Juroren der Zertifizierungsgesellschaft DQS gelobt, die DMK für besondere Leistungen beim Umweltschutz im Jahr 2017 bei den „German Awards for Excellence“ die Auszeichnung in der Kategorie „Energy Efficiency“ verliehen. Prämiert wurde eine neue Anlage am Standort Altentreptow zur Aufbereitung von verschiedenen Stoffströmen sowie zur Wärmerückgewinnung, mit der jährlich etwa 4.700 Tonnen CO2 und 25.000 Megawattstunden Primärenergie einspart werden.

Fokusthema: Energieeffiziente Produktion bei DMK Baby

DMK Baby produziert ein breites Säuglingsnahrungs-Sortiment. Der DMK-Produktionsstandort Strückhausen wurde von einer klassischen Molkerei zu einem modernen Produktionsstandort für Säuglingsnahrung umgebaut. Im Zuge dessen wurde ein effektives Wärmerückgewinnungssystem in die neuen Produktionsprozesse integriert und die komplette Produktionslinie energetisch optimiert. Durch diese Maßnahmen wird bei der Produktion deutlich weniger Energie eingesetzt und die CO2-Emissionen im Hinblick auf vergleichbare Prozesse erheblich reduziert. So werden die Produkte von DMK Baby nicht nur nach höchsten Fertigungsstandards, mit neuesten Technologien und mit schonenden Herstellungsverfahren hergestellt, die Produktion ist auch energieeffizient. Gefördert wurde dieses Energie-Effizienz-Projekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Milch

Milch ist ein wertvoller Rohstoff und die Grundlage unseres Unternehmens. Höchste Ansprüche an Qualität und Sicherheit sind für uns daher selbstverständlich. Wir legen besonderen Wert auf eine verantwortungsvolle Gestaltung aller Zwischenschritte in der Lieferkette – auch wenn sie nicht direkt mit der Landwirtschaft zu tun haben.

Aktionsfeld: Mehrwert

Grundlage für die Verantwortung in der Wertschöpfungskette ist die verstärkte Einbindung von DMK-Lieferanten in die Einhaltung sozialer und ökologischer Standards. Der DMK-Verhaltenskodex ist Bestandteil der Einkaufsbedingungen und somit Grundlage der Zusammenarbeit mit allen Lieferanten. Der Verhaltenskodex enthält soziale und ökologische Aspekte, zu deren Einhaltung sich die DMK-Lieferanten mit Unterzeichnung der Einkaufsbedingungen verpflichten. Geschäftspartnern und Lieferanten ist ein Hinweisgeber-System zugänglich.

Ein Schwerpunkt bis 2020 ist, Nachhaltigkeit stärker mit der Wertschöpfung zu verknüpfen. Hierfür hat DMK im Rahmen des Strategy Review im Jahr 2017 die Grundlage geschaffen. Alle sechs Business Units arbeiten nun mit klaren Zielvorgaben für die Wertschöpfung. Daran anknüpfend ist das Ziel, bis 2020 für 25 Prozent des Produktportfolios Nachhaltigkeitskonzepte umzusetzen.

Das umfasst verschiedene Nachhaltigkeitsaspekte: von Weidemilch über Bio und GVO-frei zum Beispiel auch Regionalkonzepte.

Aktionsfeld: Verpackung

Verpackungen tragen wesentlich dazu bei, die Qualität und Sicherheit unserer sensiblen Produkte zu erhalten. Gleichzeitig sind Verpackungen im Bewusstsein der Verbraucher und des Handels ein wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekt der Produkte. Ziel ist, durch innovative, umwelt- und trendgerechte Verpackungskonzepte unnötigen Lebensmittel- und Verpackungsabfall zu vermeiden sowie die stoffliche Verwertbarkeit der Verpackungen zu erhöhen. An diesem Thema arbeitet das Nachhaltigkeitsmanagement eng mit der Verpackungsentwicklung zusammen. Das Ziel ist, bis 2020 an drei Projekten die Nachhaltigkeit in Verpackungsmaterialien zu verbessern.

Fokusthema: Auf dem Weg zu 100 Prozent nachhaltigem Kakao, Palmöl und Holz

Seit der Veröffentlichung der Strategie DMK 2020 im Jahr 2013 arbeitet DMK daran, fünf wichtige Basisrohstoffe aus nachhaltigem Anbau einzukaufen. Im Fokus lagen in den letzen Jahren Kakao, Palmöl und Holz. Holz kommt als Verbundstoff, in Transportkartonagen oder als Holzstiel für Eis zum Einsatz. Die anderen Basisrohstoffe verarbeitet DMK in Desserts und Eis.

DMK ist seit 2014 Mitglied bei UTZ und RSPO, die international anerkannte Standards für einen nachhaltigeren Anbau vergeben. DMK setzte im Jahr 2017 an allen Standorten und bei 100-prozentigen Tochterunternehmen bereits zu 93 Prozent nach dem UTZ-Standard zertifizierten Kakao sowie zu 93 Prozent nach dem RSPO-Standard zertifiziertes Palmöl ein. Auch die Umstellung von Holz auf den FSC- oder PEFC-Standard, der eine nachhaltige Forstwirtschaft sicherstellt, schreitet voran. Etwa 74 Prozent aller umstellbaren Materialien sind auf FSC umgestellt, davon wiederum annähernd 90 Prozent der Sekundärverpackungen.

Fokusthema: Das Dairy PEF-Projekt

Die Europäische Kommission beabsichtigt im Rahmen der „Single Market for Green Products Initiative“ eine einheitliche Grundlage für die Vergleichbarkeit der Umweltleistung von Produkten und Unternehmen zu schaffen. Die Bestimmung des ökologischen Fußabdrucks soll auf dem europäischen Markt standardisiert werden, um die internationale Vergleichbarkeit der Umweltleistungen zu erleichtern.

Die DMK Group hat zusammen mit anderen Unternehmen das Pilotprojekt Dairy PEF (Product Environmental Footprint) speziell für die Milchwirtschaft umgesetzt. Für den Gouda „MILRAM Benjamin“ hat DMK im Jahr 2016 eine Ökobilanz abgeschlossen. Dabei zeigte sich, dass die Erzeugung der Rohmilch über alle Umweltwirkungskategorien hinweg den größten Einfluss auf die Ökobilanz hat. Im Rahmen dieses Projekts testete DMK im September 2016 zudem verschiedene Möglichkeiten der Endverbraucherkommunikation mit insgesamt 1.000 Verbrauchern.

Das Engagement der DMK Group wurde von Seiten der EU gewürdigt, wie das Zitat einer Projektverantwortlichen zeigt:

Im europäischen Dairy PEF-Projekt wurde eine Methode zur einheitlichen Berechnung des Umweltfußabdrucks im Milchsektor entwickelt, an der die DMK Group entscheidend mitgearbeitet hat. So wurde der Erfolg des Projekts erst möglich.

Hélène Simonin, Director Food, Environment & Health, European Dairy Association (EDA)

Team

Motivation und Eigenverantwortung sind für den Erfolg eines Unternehmens ebenso wichtig wie hochwertige Rohstoffe. Deswegen investieren wir nicht nur in unsere Produkte, sondern auch in die Zufriedenheit unserer Milcherzeuger und Mitarbeiter – z.B. mit Aus- und Weiterbildungen, vielfältigen Förderungen und der Wertschätzung des Ehrenamtes.

Aktionsfeld: Arbeitgeber

Ziel von DMK ist, Top-Arbeitgeber in der Lebensmittelindustrie zu sein. Das Magazin Focus wählte die DMK Group im Jahr 2017 erneut auf eine Top-Position und damit zum sechsten Mal in Folge zu einem der besten Arbeitgeber Deutschlands. Insbesondere interessante Aufgaben, der Zusammenhalt der Kollegen, das freundliche Arbeitsklima und die Sozialleistungen werden immer wieder betont. Die Mitarbeiterzufriedenheit wird auch durch Maßnahmen gefördert, welche die Gesundheit der Mitarbeiter und ihre persönlichen Belange unterstützen. So bietet DMK für die Mitarbeiter zum Beispiel eine kostenfreie psychosoziale Expertenberatung an. Ein zentrales Thema bleibt die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, bei dem DMK unter anderem praktische Unterstützung in den Bereichen Kinderbetreuung und Homecare-Eldercare leistet. Hier greifen Mitarbeiter vermehrt auf den Back-up-Service zurück, der beim Ausfall der regulären Betreuung kurzfristig einspringen kann.

Vielfalt heißt für uns, Menschen unterschiedlicher Herkunft, Altersgruppen und Kulturkreise eine qualifizierte und perspektivenreiche Tätigkeit in einem attraktiven Berufsumfeld zu ermöglichen. 2014 hat DMK zum Beispiel eine Vereinbarung für die vollständige Integration von schwerbehinderten Mitarbeitern getroffen und sich freiwillig zum Ziel gesetzt, sieben Prozent Schwerbehinderte zu beschäftigen (2017: 7,3 Prozent). Im Werk Georgsmarienhütte arbeiten zurzeit hörgeschädigte Personen, für die gezielt Arbeitsplätze aufgebaut wurden.

Aktionsfeld: Arbeitssicherheit

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Arbeits- und Gesundheitsschutz in unseren Werken, um die Unfallzahlen weiter zu senken. Das ist in den letzten Jahren gut gelungen. Unser Ziel: keine Unfälle mehr an den Standorten zu haben. Die Sicherheit und der Gesundheitsschutz aller Mitarbeiter hat für DMK eine hohe Priorität.

DMK arbeitet ausschließlich mit Dienstleistern, die sich verpflichten, geltende Rahmenbedingungen zu Sicherheit, Umweltschutz, Brandschutz und Hygiene einzuhalten. An den Standorten setzen ausgebildete Koordinatoren das DMK-Fremdfirmenmanagement um. DMK weist alle Fremdfirmen auftragsbezogen in standortspezifische Gefährdungen und Regelungen ein. Dabei haben die Unfallvermeidung und die Schonung von Ressourcen oberste Priorität.

Fokusthema: Erfolgreiche Unfallprävention

Der Arbeits- und Gesundheitsschutz ist uns wichtig. DMK setzt sich gemeinsam mit den Mitarbeitern für sichere und gesunde Arbeitsplätze ein. Im Rahmen von DMK 2020 soll bis 2020 die Anzahl der Unfälle auf null gesenkt werden. Dafür haben Fachkräfte für Arbeitssicherheit die Unfallschwerpunkte ausgewertet. Fünf Arbeitsgruppen analysierten die Unfallursachen und legten Maßnahmen fest, wie Unfälle künftig vermieden werden können.

Die Anzahl der SRS-Unfälle (Stolpern, Rutschen, Stürzen) konnte im Jahr 2017 um 15 Prozent gesenkt werden, die Ausfalltage in diesem Bereich sogar um 23 Prozent. Die Unfallzahlen haben sich dabei genau in den Bereichen reduziert, die zuvor als Unfallschwerpunkte identifiziert wurden. Die Mitwirkung der Führungskräfte war besonders wichtig. Hier standen deren Vorbildfunktion, das Lob für vorbildliches Mitarbeiterverhalten sowie das Ansprechen von unsicheren Handlungen im Vordergrund. Für das Jahr 2018 steht die Häufigkeit von Unfällen im Umgang mit Maschinen und Arbeitsmitteln im Fokus.

Gesellschaft

Als regional aufgestelltes Unternehmen und wichtiger Arbeitgeber sind wir stark mit der Gesellschaft verbunden und übernehmen unternehmerische Verantwortung, die den gesellschaftlichen Erwartungen und Entwicklungen entspricht. Dazu suchen wir den Dialog mit Kunden und Konsumenten und fördern ausgewählte Forschungsvorhaben auf nationaler und internationaler Ebene. An unseren Standorten setzen wir uns für soziales Engagement ein und helfen unseren Mitarbeitern, sich ehrenamtlich einzubringen.

Aktionsfeld: Dialog

DMK fühlt sich seinen Stakeholdern verpflichtet. Hierzu gehören der regelmäßige Dialog mit einer Vielzahl von Interessengruppen und der interessierten Öffentlichkeit sowie die Teilnahme an gesellschaftlichen Debatten. Wir haben acht Gruppen definiert, mit denen der Dialog besonders intensiv geführt wird. Mit den Milcherzeugern führt DMK regelmäßig DMK-Vor-Ort-Veranstaltungen und Bezirksversammlungen zur Information und Diskussion über relevante Themen durch. Die jährliche Stakeholder-Befragung hilft, Anliegen und Stimmungen für die weitere Umsetzung des Nachhaltigkeitsmanagements zu erfassen.

DMK vertritt die gemeinsamen Interessen des Unternehmens und der Milcherzeuger in die Agrarbranche hinein, zum Beispiel über die Interessengemeinschaft Genossenschaftliche Milchwirtschaft, kurz: IG Milch. Mit ihrer Gründung im Frühjahr 2017 wurde eine Plattform geschaffen, bei der bevorzugt genossenschaftliche Belange diskutiert und daraus strategische Empfehlungen entwickelt werden.

Aktionsfeld: Regionale Wertschöpfung

An mehr als 20 Standorten, an denen DMK produziert und in den acht großen Milcherzeuger-Regionen spielt die regionale Verankerung eine bedeutende Rolle. Als Unternehmen ist DMK ein wichtiger Akteur in diesen zumeist ländlichen Räumen. Die Milcherzeuger sind zentraler Teil der ländlichen Gemeinschaft und gestalten diese aktiv mit. DMK möchte künftig beispielhaft anhand regionaler Wertschöpfungsrechnungen ermitteln, welche konkreten Beiträge das Unternehmen und die Milcherzeuger in den Regionen leisten.

Fokusthema: Freiwillig und unbezahlbar

Über das Programm „Freiwillig und unbezahlbar“ fördert DMK das ehrenamtliche Engagement von Mitarbeitern und unterstützt ausgewählte Projekte mit je 500 Euro. 2016 erhielten acht Mitarbeiter eine Förderung für ihre ehrenamtlichen Aktivitäten. Ein Heimatsportverein erhielt die Spende für seine Integrationsangebote an junge Migranten. Eine Sportgemeinschaft nutzte die Spende, um sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen kostenlose Angebote zu ermöglichen. Ein ehrenamtlich in der Feuerwehr tätiger Mitarbeiter setzte die Mittel für den Aufbau einer Jugendfeuerwehr ein.

Fokusthema: Bedeutung der Landwirtschaft kommunizieren

Die Herkunft und der Herstellungsprozess rücken bei Lebensmitteln immer stärker in den Mittelpunkt des Interesses. So hinterfragen Handel und Verbraucher zunehmend auch die Herkunft der Rohmilch und wollen wissen, unter welchen Bedingungen die Milch erzeugt wird. Die Landesvereinigungen der Milchwirtschaft gehören zu den Akteuren, die Transparenz schaffen und sich dafür engagieren, das Image der Milchwirtschaft in der Öffentlichkeit zu verbessern. Die Milcherzeuger finanzieren die Landesvereinigungen durch eine Umlage mit. Beispielhaft ist ein Projekt der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen, zu deren Mitgliedern DMK zählt. Das Projekt „My KuhTube“ möchte Verbrauchern und Interessierten Einblicke in den Alltag eines Hofes geben und die Landwirtschaft transparent machen. Die Videos von Landwirten aus der Region sind über YouTube, Facebook und unter www.mykuhtube.de zu sehen. Auch mehrere DMK-Landwirte zeigen ihre Höfe und die tägliche Arbeit über „My KuhTube“.

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