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Lebensretter von DMK

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15.04.2021
Dank DMK-Mitarbeiterin Justine Platter überlebte ein 18-Jähriger seine Leukämie-Erkrankung. Ihre Stammzellen waren der Schlüssel für seine Heilung.

Im Kampf gegen Leukämie (Blutkrebs) ist die Stammzellen-Transplantation oft die wirksamste Medizin – und die größte Herausforderung. Spender und Empfänger müssen exakt übereinstimmende Gewebemerkmale aufweisen. Die sprichwörtliche Nadelsuche in einem Heuhaufen, die sich über die ganze Welt erstreckt: Erst wenn der „genetische Zwilling“ gefunden ist, kann die Therapie starten. Als potenzielle Spenderin hatte sich Justine Platter für die Datenbank der DKMS typisieren lassen – da war sie erst 17 Jahre alt. Für die DMK-Mitarbeiterin aus der Unternehmenskommunikation ein Herzenswunsch. Denn in ihrer Familie gab es ebenfalls einen Leukämiefall, der keinen positiven Ausgang hatte. „Ich habe mir immer überlegt, wie es anderen wohl gehen muss, und was wäre, wenn mir oder jemandem aus meinem Umfeld so etwas passieren würde“, sagt Platter.

Für DMK-Mitarbeiterin Justine Platter war die Stammzellenspende eine Herzenssache.

Dass sie nun zum rettenden Engel geworden ist, macht sie überglücklich. Ein schwerkranker 18-Jähriger aus Kanada reagierte positiv auf ihre Stammzellenspende und wird nun wieder gesund. Der Name ihres „genetischen Zwillings“ ist zufälligerweise auch noch „Justin“. „Nach 2 Jahren Anonymität haben wir uns mittlerweile kennengelernt und sogar schon geskypt. Vielleicht können wir uns irgendwann sogar persönlich treffen.“ Das Happy-End war nur dank ihrer Spendenbereitschaft möglich.

Der 20-Jährige Justin aus Kanada hat dank Justine Platter Leukämie besiegt.

Vielleicht kann das auch Stefan Dahlenburg, DMK-Mitarbeiter aus dem Werk in Zeven, bald von sich sagen. Den dreifachen Familienvater machte das Schicksal eines leukämiekranken Jungen aus dem Nachbarort betroffen. Er ließ sich typisieren und kann nun Stammzellen spenden – zwar wird er damit dem Jungen nicht helfen können, aber einem Menschen, der für sein genetisches Material kompatibel ist.

Stefan Dahlenburg aus Zeven will als Stammzellenspender einem schwerkranken Menschen helfen.

Stammzellenspende durch Blutabnahme

Wenn für einen Patienten ein passender Spender gefunden worden ist, wird drei bis vier Wochen vor der eigentlichen Spende eine Untersuchung durchgeführt. Dabei gewinnt man die Stammzellen aus dem Venenblut. Dafür muss zunächst die Zahl der Stammzellen im Blut erhöht werden. Hierzu ist eine viertägige Vorbehandlung mit dem Botenstoff G-CSF erforderlich. Das Medikament wird zweimal täglich unter die Haut gespritzt. Dieser Wachstumsfaktor entsteht auch auf natürliche Weise im menschlichen Organismus, etwa bei Infektionen. Es ist kein stationärer Aufenthalt mit operativem Eingriff und Narkose erforderlich.


So können Sie selbst Spender werden: Auf der Homepage dkms.de erfahren Sie, wie und wo Sie Spender werden können.

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