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Milchwirtschaft

Warum wir 5G an jeder Milchkanne brauchen

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08.07.2020
Die Deutsche Bundesregierung will fünf Milliarden Euro in den Ausbau der digitalen Infrastruktur investieren. Damit soll auch die Versorgung des ländlichen Raumes mit schnellem Internet (5G) sichergestellt werden.

Die Deutsche Bundesregierung will fünf Milliarden Euro in den Ausbau der digitalen Infrastruktur investieren. Damit soll auch die Versorgung des ländlichen Raumes mit schnellem Internet (5G) sichergestellt werden. Forschungsministerin Anja Karliczek war sich vor einigen Monaten noch sicher: „5G ist nicht an jeder Milchkanne nötig.“ Dabei werden 50 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung in den ländlichen Regionen erbracht.

Ist Digitalisierung wirklich hilfreich?

Der 5-G-Ausbau soll dazu beitragen, die breite Anwendung von Präzisionslandwirtschaft und Künstlicher Intelligenz auf den Feldern voranzutreiben. Beides ist für die passgenaue Düngung enorm wichtig. So werden Ressourcen geschont und jede Pflanze bekommt so viele Nährstoffe, wie sie benötigt. Melkroboter haben den Landwirten bereits in den 90er-Jahren mehr Freiheit verschafft. Feste Melkzeiten gehören der Vergangenheit an.

Wie sieht die Zukunft aus?

Zum Beispiel soll Sensortechnik eingesetzt werden, um kranke Kühe am Schrittklang zu identifizieren. Es ist für die Landwirte wichtig, solche Erkrankungen frühzeitig zu erkennen. Sensortechnik kann das besser als das menschliche Auge. Der Klang der Hufe wird aufgezeichnet und ein Algorithmus prüft, ob Besonderheiten vorliegen. Ein anderes Unternehmen setzt dafür Ultraschall ein. Ein auffälliges Tier wird automatisch in eine Box gebracht, in der die Klauen gewaschen und behandelt werden. Noch ist nicht klar, wann das System in der Praxis einsetzbar ist. Aber das es solche und ähnliche digitale Systeme schon bald geben wird, ist klar. Voraussetzung für all diese Entwicklungen sind aber schnelle Datenleitungen und -verarbeitung.

Doch, liebe Frau Karliczek, 5G an jeder Milchkanne ist nötig. Dringend.

 

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