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Milchwirtschaft

Auf dem Weg zum Ehrenamt

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15.04.2021
Landwirt Christoph Prüser rückt dank AKJM noch näher an die Molkerei heran.

AKJM – Die Zukunft Der Genossenschaft

Nachwuchsförderung wird bei DMK großgeschrieben, denn schließlich liegt die Zukunft der Genossenschaft in den Händen ihrer Mitglieder. Mit dieser Überzeugung wurde der Arbeitskreis Junger Milcherzeuger (AKJM) ins Leben gerufen, in den junge Landwirtinnen und Landwirte bis zu einem Alter von 30 Jahren, berufen werden können. Der AKJM ist kein offizielles Organ der Genossenschaft, sondern bereitet seine Mitglieder viel-mehr auf die Ausübung eines späteren Ehrenamtes vor und sorgt damit für kontinuierlich frischen Wind in den Gremien.


Die Mitglieder des AKJM bekommen Hintergründe und Informationen zur Entwicklung der DMK sowie zum Milchmarkt und der Agrarpolitik. Sie werden in die Arbeit der genossenschaftlichen Organe eingeführt und erhalten fachliche sowie persönliche Weiterbildung, in dem sie Kurse und Versammlungen besuchen. Sowohl die konstruktive Begleitung von Geschäftsthemen als auch die Mitarbeit an Zukunftsthemen stehen dabei aber genauso im Fokus.


Die aktuell 72 Mitglieder des AKJM treffen sich in der Regel drei bis vier Mal pro Jahr – aktuell finden diese Treffen virtuell statt. Während der Termine gibt es Vorträge zu Themen des Milchmarktes durch interne und externe Referenten, sowie Besichtigungen von DMK Molkerei-Standorten oder auch Diskussionen zu aktuellen Themen aus der landwirtschaftlichen Praxis. Einmal pro Jahr begeben sich die Mitglieder gemeinsam auf eine Exkursion zu Orten, die den Milchmarkt und Entwicklungen in der Branche betreffen. So gab es bereits eine Fahrt nach Brüssel, zum Besuch einer Molkerei und einem Treffen mit Agrarministern des EU-Parlaments.


Ende letzten Jahres fand wieder turnusgemäß die Berufung der AKJM-Mitglieder statt. Neues Arbeitskreismitglied wurde auch Christoph Prüser, 25 Jahre alt, der gemeinsam mit seinen Eltern den Familienbetrieb im niedersächsischen Scheeßel bewirtschaftet. „Für mich ist es wichtig, näher an die Molkerei heranzurücken und das Zusammenspiel zwischen operativem Geschäft und Marktentwicklungen besser einschätzen zu können. Außerdem schätze ich die Möglichkeit, mir ein Netzwerk über die eigene Region hinaus aufzubauen und von den Erfahrungen anderer junger Berufskollegen zu profitieren – deshalb freue ich mich, mich zukünftig im AKJM engagieren zu können“, erklärt Christoph Prüser seine Motivation, sich im AKJM zu engagieren.

Christoph Prüser, auf seinem Hof im niedersächsischen Scheeßel.

Engagement im Sinne der Genossenschaft

Was bedeutet das Ehrenamt bei DMK?

Ohne sie läuft nichts: Menschen, die neben dem landwirtschaftlichen Betrieb auch ein Ehrenamt bei DMK übernehmen. Ob als Beirat, Vertreter, Aufsichtsrat oder Vorstand: In diesen Gremien engagieren sich Mitglieder der Genossenschaft und fungieren so unter anderem als wichtige Brücke zwischen dem Unternehmen und den Landwirten. Über 300 Kolleginnen und Kollegen bekleiden aktuell ein Ehrenamt in Genossenschaft und Unternehmen.


Demokratie braucht Engagement

In der Demokratie werden Volksvertreter – in Deutschland sind das die Bundestagsabgeordneten – ins Parlament gewählt, die dem Staat gültige Rahmenbedingungen vorgeben. Bei DMK ist es ähnlich.

Die 242 Mitglieder der Vertreterversammlung sind das höchste Entscheidungsgremium der Genossenschaft. Jeder Vertreter repräsentiert 25 Mitglieder. Die DMK-Abgeordneten wählen den Aufsichtsrat, beschließen Satzungsänderungen, stellen den Jahresabschluss fest und entscheiden über die Verwendung des Jahresüberschusses. Ende letzten Jahres fanden turnusgemäß die Wahlen zur Vertreterversammlung statt.

Der Beirat der Genossenschaft besteht aus den in den jeweiligen Wahlbezirken gewählten 66 Mitgliedern, die Amtsdauer beträgt 5 Jahre. Im Beirat werden alle wesentlichen strategischen Entscheidungen der DMK Group und ihrer Genossenschaft beraten und erörtert. Darüber hinaus fördert der Beirat den Informationsaustausch zwischen Mitgliedern und den Organen und hat das Vorschlagsrecht für Vorstands- und Aufsichtsratswahlen. Der Beirat tagt in der Regel viermal jährlich.


Zusammenstellung des Aufsichtsrats und Vorstands

Ein weiteres wichtiges Organ ist der Aufsichtsrat. Er besteht aus insgesamt 12 Personen. Diese setzen sich zusammen aus sechs Arbeitnehmer-Vertretern sowie sechs Arbeitgebervertretern. Diese sind für jeweils fünf Jahre im Amt. Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand der Genossenschaft und überwacht dessen Tätigkeit. In der Molkerei überwacht und begleitet der Aufsichtsrat die Arbeit des Managements.

Die 8 Mitglieder des Vorstands der Genossenschaft werden in der Regel für rund 5 Jahre bestellt. Der Vorstand leitet die Genossenschaft in eigener Verantwortung. Die Ehrenamtler bei DMK sichern die Selbstbestimmung als Genossenschaft der Milcherzeuger. In diesem Zusammenhang kann freiwillige ehrenamtliche Arbeit für die Genossenschaft gar nicht hoch genug geschätzt werden.

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