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Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2018

Aus den Werken

Als größte deutsche Molkereigenossenschaft verarbeitet DMK an gut 20 Standorten in Deutschland und den Niederlanden jedes Jahr rund 8,0 Mrd. kg Milch, davon 5,3 Mrd. kg der genossenschaftlichen Milcherzeuger, zu Lebensmitteln höchster Qualität für Kunden wie den Lebensmitteleinzelhandel, die weiterverarbeitende Industrie und Großverbraucher wie Krankenhäuser oder Kantinen, Gastronomie, Tankstellen oder den Großhandel. Dafür holen rund 190 Milchsammelwagen an 365 Tagen im Jahr zwischen 600 und 650 LKW-Ladungen Milch von den Höfen der Milcherzeuger ab und bringen diese in die Werke, die daraus Käse, Quark, Joghurt, Butter, H-Milch und Milchpulver ebenso wie Babynahrung, Eis oder sonstige Molkereiprodukte und Spezialfuttermittel herstellen.

Spezialisierung bündelt Know-how

Die Werke betreibt DMK dort, wo sich die Höfe der Milcherzeuger befinden: vorwiegend in ländlichen Regionen zwischen dem nordrhein-westfälischen Waldefeucht-Haaren und Prenzlau in der Uckermark sowie Waghäusel in Baden-Württemberg und Nordhackstedt im Norden Schleswig-Holsteins. Zudem ist die DMK Group in den Niederlanden mit DOC Kaas am Standort Hoogeveen vertreten. In den vergangenen Jahren hat DMK die Werke anhand einer Spezialisierungsstrategie zunehmend auf bestimmte Produktgruppen ausgerichtet. So ist beispielsweise der zweitgrößte Standort in Edewecht vor allem auf die Herstellung und Konfektionierung von Schnittkäse sowie die Produktion von Molkekonzentraten und -pulver spezialisiert. Im größten Werk in Zeven liegt der Schwerpunkt mit Produkten wie Milch, Quark, Sahne, Joghurt oder Skyr auf der „weißen Linie“. Das Werk in Nordhackstedt hat DMK 2018 zu einem reinen Mozzarellawerk umgebaut, während Strückhausen durch die Investitionen in den Jahren 2017 und 2018 zur neuen Heimat für den Geschäftsbereich Babynahrung wurde und die Eiscremeproduktion über Everswinkel vorangetrieben wird.

Ein wesentlicher Faktor für die erfolgreiche Arbeit in den Werken und die Weiterentwicklung des Unternehmens war auch im Berichtsjahr die enge Verbindung der Standorte mit den Zentralbereichen wie z. B. Supply-Chain-Management, Innovation, Forschung und Entwicklung, Corporate Procurement und Corporate-Quality-Management.

Entwicklung der Standorte

Auf die Standorte hat sich der Wegfall von rund 1 Mrd. kg Milch zum 31. Dezember des Berichtsjahres deutlich ausgewirkt. Die Umstellung erforderte ein hohes Maß an Planung und Vorarbeiten, um die angelieferte Milch trotz der Schließungen und Portfoliobereinigungen bis zum letzten Tag in gewohnter Qualität zu verarbeiten und die Werke nach der Umstellung zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres auszulasten. Der reibungslose Ablauf über die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel hinweg bestätigt den Erfolg der konsequenten Arbeit aller operativen Einheiten an diesen tiefgreifenden Veränderungen.

Bei der Entwicklung der einzelnen Standorte hat DMK den Fokus auch in diesem Zusammenhang von der Menge auf das Thema Marge verlagert: DMK investiert im Zuge der Portfoliobereinigung in den Ausbau chancenreicher Produktbereiche und damit in spezialisierte Standorte und zahlt so auf die Positionierung als moderner Lebensmittelhersteller ein.

Ein Beispiel hierfür ist das ehemalige DMK-Milchwerk am Standort Strückhausen. Dieses hat DMK mit einer Investition von rund 145 Mio. Euro in modernste Technik, eine hochwertige Infrastruktur sowie energieschonende Prozesse und Anlagen zu einer der modernsten Produktionsstätten für Babynahrung umgebaut. Nach Abschluss der Umbaumaßnahmen und der vollständigen Inbetriebnahme im Februar 2019 verarbeitet DMK dort für den deutschen und internationalen Markt jedes Jahr bis zu 40 Mio. kg GVO-freie Milch zu Babymilchnahrung in höchster Pulverqualität.

 

Investitionen in die Werke

Neben der Großinvestition in Strückhausen hat DMK im Berichtsjahr zahlreiche Investitionen in die Standorte getätigt, um deren Infrastruktur zu optimieren und die Werke weiter auf die Zukunft auszurichten. Ein Beispiel ist das im Februar 2018 in Betrieb genommene Frischelager in Erfurt. DMK bündelt die Lieferungen für Kunden aus den Produktionswerken in eigenen Zentrallagern in Zeven, Edewecht und Erfurt. Im hochmodernen, energieeffizienten Lager in Erfurt lagert DMK neben Ware aus der Produktion am Standort Erfurt auch die dafür erforderlichen Verpackungen und Fertigprodukte aus anderen DMK-Standorten zentral.

Am Standort Altentreptow hat DMK im Berichtsjahr das mehrere Produktionsprozesse übergreifende Medienaufbereitungs- und Rückgewinnungssystem (MARS) zur Reduktion des Ressourcen- und Energieverbrauchs entwickelt. Für das im März installierte System hat das Unternehmen eine Förderung in Höhe von rund 2,4 Mio. Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums erhalten. In Verbindung mit einem Wärmerückgewinnungssystem sorgt MARS dafür, dass die Energieströme zwischen dem Mediensammelsystem und den Produktionsprozessen ausgetauscht und der Produktion für Wärme- und Kühlzwecke wieder zugeführt werden. Mit dem Vorhaben kann DMK jährlich mehr als 25.000 MWh Primärenergie einsparen. Außerdem kann im Zulauf der Abwasserbehandlungsanlage die organische Belastung um bis zu 1.000 t pro Jahr und die Temperatur durchschnittlich um bis zu 5 °C verringert werden. Daraus ergibt sich ein CO2-Minderungspotenzial von mehr als 4.700 t pro Jahr. Derzeit überträgt das Unternehmen die ersten Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt auf die Standorte Edewecht und Georgsmarienhütte.

Ebenfalls in Altentreptow hat DMK im Berichtsjahr das Milchsammelwagen-Management erfolgreich digitalisiert: Jeder Milchsammelwagenfahrer durchläuft im Laufe einer Schicht diverse Stationen, bei denen er wichtige Daten für den weiteren Produktionsprozess generiert. Um die hohen Qualitätsanforderungen des Marktes zu erfüllen und die Transparenz zu steigern, muss DMK die Abläufe vollständig dokumentieren und sinnvoll organisieren. Dafür hat das Unternehmen nun ein RFID-basiertes, vernetztes System installiert, das den Fahrer mit dem Milchsammelwagen bei Ankunft an den einzelnen Arbeitsstationen sofort identifiziert und jede Tätigkeit vom Check-in bis zum Check-out dokumentiert. Damit liegt eine lückenlose Sammlung aller für die Anmeldung und das Einwiegen der Milchsammelwagen erforderlichen Daten vor – angefangen bei der Prüfung der Milchqualität über den Abpumpvorgang, die Reinigung und das erneute Wiegen bis hin zur Abmeldung des Milchsammelwagens am DMK-Standort in Altentreptow.

Verbesserter Brand- und Explosionsschutz

DMK hat im Jahr 2018 auch in den Brand- und Explosionsschutz in allen Werken investiert. Dabei hat das Unternehmen umfangreiche Maßnahmen zur baulichen und anlagentechnischen Verbesserung des Brandschutzes durchgeführt. Außerdem wurden im Berichtsjahr das Werk Strückhausen, die Sprühtrocknungsanlage 1 und das neue Kesselhaus in Zeven sowie die Eisstandorte Everswinkel, Prenzlau und Waldefeucht-Haaren auf den neuesten Stand der Technik im Brand- und Explosionsschutz gebracht.

Fremdfirmen und Besucher in den Werken

DMK arbeitet ausschließlich mit Dienstleistern, die sich verpflichten, geltende Rahmenbedingungen zu Sicherheit, Umweltschutz, Brandschutz und Hygiene einzuhalten. Für die Durchführung des Fremdfirmenmanagements sind an den Standorten ausgebildete Koordinatoren verantwortlich. DMK weist alle Fremdfirmen auftragsbezogen in standortspezifische Gefährdungen und Regelungen ein.

Bereits im Jahr 2017 hat DMK ein einheitliches, softwarebasiertes Besuchermanagementsystem für alle Standorte entwickelt und an mehreren Standorten eingeführt. Das System dokumentiert Besuche und stellt sicher, dass Besucher über die Regeln zu Sicherheit, Umweltschutz, Brandschutz und Hygiene in den Werken informiert sind und diese einhalten.

Lösungen für das Supply-Chain-Management

Auch für den Geschäftsbereich Supply-Chain-Management (SCM) war das Jahr 2018 insbesondere von den Vorbereitungen auf die Mengenveränderungen geprägt. Diese haben sich in erheblichem Umfang auf die Logistik ausgewirkt, da die Veränderung der Rohstoffmenge sowohl die Milcherfassung als auch die Produktionslandschaft beeinflusst. Gemeinsam mit den Geschäftsbereichen hat das SCM hier Lösungen erarbeitet und die erforderlichen Standortanpassungen umgesetzt.

Um auch die künftige Verteilung der Milchmengen auf die einzelnen Geschäftsbereiche aus Konzernsicht optimal zu gestalten, hat das SCM die operativen Planungsprozesse auf Basis der im Jahr 2017 gestarteten Reorganisation im Berichtsjahr weiterentwickelt. Die neuen auf die Business-Unit-Struktur ausgelegten Prozesse setzt DMK im laufenden Geschäftsjahr um.

Um eine transparente Gesamtsicht auf die Ergebnisse sowie die Geschäftsprozesse sicherzustellen, sind DOC Kaas und DDP seit Mitte 2018 in das SAP-System integriert. Aus dem Bereich SCM wurden Geschäftsprozesse rund um die Planung, Produktion, Materialwirtschaft und Logistik analysiert und soweit möglich an die DMK-Standardprozesse angeglichen. Durch die Umsetzung der Prozesse im operativen Geschäft sowie deren Abbildung im SAP-System konnte eine integrierte Zusammenarbeit der DOC Kaas sowie der DDP innerhalb der DMK Group ermöglicht werden.

Parallel galt es, die Milcherfassung im Berichtsjahr auf die neue Milchmenge im Jahr 2019 vorzubereiten. Dafür hat das SCM teilweise weitreichende Anpassungen bei Dienstleistern und dem konzerneigenen Fuhrpark vorgenommen und die Milcherfassung und Rohstoffsteuerung neu organisiert.

Zentrale Steuerung von Forschung und Entwicklung

Damit die DMK Group schneller und effizienter innovative Produkte und Services für die Zielmärkte entwickeln kann, nutzt der Konzern bereichsübergreifend Synergien. Dafür hat das Unternehmen im Rahmen der Neuorganisation mehrere Kernprozesse entwickelt. Hierzu gehört u. a. der „Idea to Market“-Prozess, der dafür sorgt, dass über unterschiedliche Fachbereiche neue Produkte und Services realisiert werden können.

Da die erfolgreiche Positionierung in einem dynamischen Markt kontinuierlich neue Ideen erfordert, investiert DMK zudem gezielt in die Erforschung des Rohstoffs Milch, die Entwicklung ‎neuer ‎Produkte und deren Herstellungsverfahren sowie in Technologien. Diese versetzen das Unternehmen in die Lage, für seine Kunden maßgeschneiderte Produkte realisieren zu können.‎ Den Start neuer Produkte steuert DMK entlang des „Idea to Market“-Prozesses über alle Funktionsbereiche des Unternehmens konsequent von der Idee bis zur ‎Umsetzung.

Kreative Ideen und umfassende Kompetenzen verlangt auch die Entwicklung von Verfahrensprozessen für maßgeschneiderte und qualitativ hochwertige ‎Produkte sowie Verpackungen für den deutschen und internationalen Markt. An den Standorten Zeven und Edewecht betreibt DMK dafür je ein Milk Innovation Center (MIC) als Kompetenzzentrum für Produkt-, Verfahrens-, Technologie- und ‎Verpackungsentwicklung. Dort arbeiten ‎erfahrene Entwickler und Technologen an neuen Produkten, vielfältigen Prozessoptimierungen, ‎unterschiedlichen Verpackungen und neuen Anwendungsmöglichkeiten für den ‎Rohstoff Milch.

Erfolgreiche Forschungsaktivitäten

Im Berichtsjahr hat DMK insgesamt 25 Patentschriften aus dem technologischen Bereich ‎offengelegt. Darunter befinden sich beispielsweise Patente für Verfahren im Bereich laktosefreie oder -reduzierte Produkte, für Milchpulver mit spezifischen sensorischen Eigenschaften, für Quarkgrundmassen mit verbesserten Geschmackseigenschaften sowie für Verfahren zur Herstellung von UHT-Milchen mit sensorischer Optimierung. Der Vergleich mit dem Vorjahreswert von 14 Patenten spiegelt damit eine signifikante Steigerung wider. ‎

Im Berichtsjahr hat sich DMK mit unterschiedlichen nationalen und internationalen Partnern an externen Forschungsprojekten zu nachhaltigen und intelligenten Verpackungen beteiligt. Darüber hinaus hat das Unternehmen im Rahmen der bei der Neuausrichtung als Maßnahmen für die Geschäftseinheiten definierten „Big Bets“ auch Stoffstromprojekte mit Wertstromfokus umgesetzt. Dabei ist es über einen fokussierten und gemeinschaftlichen Ansatz mit einem Produktionsstandort bereits gelungen, einen zusätzlichen Ergebnisverbesserungsbeitrag (EVB) für einen Geschäftsbereich von mehr als 1 Mio. Euro zu identifizieren und schon im Berichtsjahr in voller EVB-Höhe zu realisieren. Diese Umstellung wird auch im laufenden Geschäftsjahr einen zusätzlichen EVB in ähnlicher Höhe beitragen. Vor diesem Hintergrund wird DMK die Identifizierung von weiteren EVB-Wertströmen in Herstellungsstoffströmen (Stoffstrom zu Wertstrom) mit zusätzlichen Geschäftsbereichen und unterschiedlichen Ansätzen konsequent weiterverfolgen.

Neben den eigenen F&E-Potenzialen und -Kapazitäten hat DMK auch im Berichtsjahr konsequent zusätzliche Forschungskollaborationen mit renommierten Instituten, Universitäten, Fachhochschulen, F&E-Einrichtungen, Lieferanten sowie anderen Partnern in nationaler und internationaler Zusammenarbeit genutzt. Über den „Arbeitskreis Forschung“ des ‎Milchindustrie-Verband e. V. und das übergreifende, deutsche FEI-Gutachtergremium beteiligt sich das Unternehmen zudem aktiv an der deutschen F&E-Förderung im ‎Bereich der Milch. ‎

  • *25 Patentschriften aus dem technologischen Bereich offengelegt

Neue Struktur beim Einkauf

In der neuen Unternehmensstruktur ist der Einkauf als Corporate Procurement mit dem Ziel verankert, ganzheitlich Wertschöpfung und Synergien für die Business Units zu realisieren. Neben Aspekten wie Qualität, Verfügbarkeit und Kosten spielt dabei auch die Nachhaltigkeit eine bedeutende Rolle. Dafür hat DMK zum 1. Januar 2018 den Werkseinkauf der DMK GmbH an den Produktionsstandorten aufgelöst und ins Corporate Procurement in Bremen integriert. Außerdem wurden 16 Einkaufsstellen aus Everswinkel an den Unternehmenssitz in Bremen verlagert und zum 1. Mai 2018 das operative Procurement Business in die neu geschaffene Organisationseinheit Global Business Services eingegliedert. Im Zuge dieser Neuorganisation hat etwa jeder zweite Mitarbeiter aus dem Bereich Corporate Procurement eine neue Funktion inklusive einer neuen Verantwortung übernommen.

Mehr Qualität durch Know-how-Transfer

Anzahl der zertifizierten Standorte 2018 DMK
GmbH
DMK-Töchter
 
International Food Standard (IFS) 11 12
British Retail Consortium (BRC) 4 8
ISO 22000 /
Food Safety System Certification (FSSC) 22000
3 2
Q&S (Futtermittelstandard) 9 4
VLOG 9 3
Bio 1 0
Weidemilch 4 2
RSPO 3 1
UTZ 3 1
Koscher 11 1
Halal 12 3

Im Bereich Qualität zeigen sich die Konsequenzen der neuen Unternehmensstruktur mit den selbstständigen Business Units unmittelbar. Die neue Struktur ist darauf ausgerichtet, vom Kunden her zu denken, und erlaubt es den sechs Business Units, weitgehend selbstständig am Markt zu agieren und ihre Marken und Produkte im Einklang mit der Unternehmensstrategie gezielt weiterzuentwickeln. Dabei profitieren die Business Units von der Zusammenarbeit und dem Wissenstransfer innerhalb des Unternehmens, in dem das Corporate-Quality-Management (CQM) eine wichtige Rolle einnimmt. Diese Abteilung ersetzt seit dem Berichtsjahr das Zentrale Qualitätsmanagement (ZQM) und verfügt über die Richtlinienkompetenz, indem sie die strategische Steuerung und die Bündelung von Expertenwissen verantwortet.

Qualitätssicherung bedeutet für DMK einen sorgsamen Umgang mit Rohstoffen und Maschinen und schließt hygienische Standards während der Herstellung und dem gesamten weiteren Prozess mit Verpackung und Transport ein. Dabei geht das Unternehmen keine Kompromisse ein und sieht sich den Qualitätserwartungen von Verbrauchern und Kunden aus Handel und Lebensmittelindustrie verpflichtet. Deshalb gewährleistet DMK eine lückenlose Qualitätssicherung vom Hof bis zum Kühlregal, eine sorgfältige Auswahl und Überprüfung der Rohstoffe, die regelmäßige Kontrolle der landwirtschaftlichen Betriebe, innovative Produktionsmethoden und modernste Prüflabore. Das Qualitätsmanagementsystem ist bei DMK Teil des Integrierten Managementsystems (IMS) und orientiert sich an den Vorgaben von DIN EN ISO 9001. Es entspricht den Regularien des International Food Standard (IFS) sowie des British Retail Consortium (BRC).

In allen Produktsparten prüft DMK die Produkte umfassend entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf Qualität und Sicherheit. Dafür setzt das Unternehmen unter anderem das gesetzlich vorgeschriebene HACCP-Konzept (HACCP = Hazard Analysis and Critical Control Points) ein. Darüber hinaus prüfen auch externe Stellen regelmäßig die Qualität. So sind beispielsweise alle Standorte nach einem Qualitäts- und Produktsicherheitsstandard (IFS, BRC, FSSC 22000) zertifiziert.

Darüber hinaus fanden im Berichtsjahr in den Werken umfangreiche Audits anhand verschiedener Qualitätsstandards statt. Beim BRC-Audit erreichten die acht überprüften Standorte das höchste Niveau A, bei den IFS-Audits lagen alle überprüften Standorte im „Higher Level“. Darüber hinaus hat das Corporate-Quality-Management im Berichtsjahr 31 interne Qualitäts-Audits an den Standorten sowie elf Lieferanten-Audits durchgeführt. Auch die 28 Kunden-Audits an verschiedenen DMK-Standorten stellten das Qualitätssystem auf den Prüfstand. Die durchweg guten Audit-Ergebnisse bestätigen das hohe Niveau bei Qualität und Produktsicherheit. Der Erfolg dieser Bemühungen zeigt sich nicht zuletzt in den Auszeichnungen, die DMK-Produkte regelmäßig erhalten. Im Jahr 2018 zählten dazu 214 Gold-, 37 Silber- und eine Bronze-DLG-Prämierung.

Sozialstandard SMETA

Um hohe Sozialstandards sicherzustellen, fordern einige DMK-Kunden von ihren Geschäftspartnern auch das „Sedex Members Ethical Trade Audit“ (SMETA). Im Jahr 2018 wurden an fünf DMK-Standorten erfolgreich SMETA-Audits durch anerkannte Zertifizierungsgesellschaften durchgeführt. Insgesamt liegen für zehn Standorte SMETA-Zertifikate vor. Für das laufende Geschäftsjahr plant DMK zwei Audits aufgrund von ablaufenden Zertifikaten. DMK hinterlegt für die zertifizierten Standorte Informationen zu Arbeitsstandards, Gesundheit und Sicherheit, Umwelt sowie Geschäftspraktiken in der Sedex-Datenbank. Für die praktische Umsetzung der Sozialstandards sorgt an den Standorten ein SMETA-Team.

Steigende Kundenanforderungen

Auch unter Qualitätsaspekten haben sich die Anforderungen von Industrie- und Handelskunden in den letzten Jahren deutlich verändert. Sie fordern heute beispielsweise mehr Transparenz im Hinblick auf Tierwohl, Umweltschutz und Compliance als in der Vergangenheit. Im Berichtsjahr hat DMK über eine enge Zusammenarbeit von Vertrieb, Einkauf, Qualitäts- und Nachhaltigkeitsmanagement erneut zahlreiche Kundenanfragen bearbeitet. Dabei steigt die Zahl neuer Themen wie etwa Tierwohl oder Verpackungen ebenso kontinuierlich wie die Detailtiefe bei den einzelnen Aspekten.

Im Jahr 2016 hat DMK aufgrund einer Kundenanforderung an einem ersten Standort die Zertifizierung „Weidemilch“ durchgeführt und neben dem verarbeitenden Werk auch ausgewählte umliegende Milcherzeugerbetriebe einbezogen. Im Jahr 2017 hat das Unternehmen diesen Weg mit Weidemilch-Zertifizierungen für drei weitere Standorte und im aktuellen Berichtsjahr für zwei weitere Standorte fortgesetzt.

QM-Business-Partner in den Werken

Da das Thema Qualität für DMK bei allen Geschäftsaktivitäten eine zentrale Rolle spielt, nimmt das Unternehmen kontinuierlich qualitätsbezogene Verbesserungen in der Organisation und den Teams vor. Zu diesen zählt auch eine im Jahr 2017 geschaffene neue Funktion in den Business Units mit produzierenden Werken. So genannte QM-Business-Partner fungieren dort seither als Schnittstelle zwischen den Werken und der Zentrale und sorgen zusätzlich für eine bessere Vernetzung der Werke untereinander. Da die Erfahrungen im Berichtsjahr einen verbesserten Informations- und Erfahrungsaustausch sowie den Transfer von Know-how und das Realisieren von Synergien bestätigt haben, hat DMK nun auch im Laufe des Berichtsjahres für die Business Unit International und für den Bereich Supply-Chain-Management zwei QM-Business-Partner eingesetzt.

World Quality Day bei DMK

Erstmals hat DMK im Berichtsjahr einen World Quality Day (WQD) veranstaltet. Der WQD dient weltweit und branchenübergreifend dazu, dem Thema Qualität mehr Aufmerksamkeit und Relevanz zu verschaffen. Das Unternehmen hat den WQD 2018 genutzt, um sich insbesondere mit Mitarbeitern aus Produktion, Lager, Wartung und Instandhaltung intensiv über das Thema Qualität auszutauschen.

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Milchverarbeitung